Glimbach

- das Dorf der Döppesbäcker -
Glimbach liegt nordwestlich von Linnich inmitten der Hügel der letzten Ausläufer des Erkelenzer Rückens. Der Name des Ortes geht auf Glind-Bach zurück. "Glind" bedeutet "Umzäunung". Diese Umzäunung soll früher dazu gedient haben, den durch Glimbach fließenden Bach vor Betreten durch das dort weidende  Vieh zu schützen.

Zwischen Linnich und Glimbach lag eine Burg („Burg Breitenbend“). Diese soll lange Zeit Sitz der Herren von Palant gewesen sein, die zugleich Gründer der Ortschaft Glimbach  gewesen sein dürften. Die Gründung Glimbachs dürfte auf die Ansiedlung von Menschen um diese Burg herum zurückzuführen sein.

Das Patronat der Glimbacher Kirche übernahmen abwechselnd die Herren von Palant und die Herzöge von Jülich. Beide Geschlechter schmückten durch zahlreiche Schenkungen das Innere der Kirche. 1790 wurde die Kirche bis auf den Turm aus dem 17. Jahrhundert abgerissen und anschließend größer wieder aufgebaut. Die Kirche wurde jedoch leider 1944 vollkommen zerstört. Erst 1953 begann man mit dem Neubau der Kirche St. Agatha, die man auf der Anhöhe schon von weitem sehen kann.

Glimbach war in früherer Zeit über die Orts- und Kreisgrenzen hinweg wegen seiner Töpfereierzeugnisse bekannt. Wahrscheinlich seit dem 17. Jahrhundert wurde dort das Töpfereihandwerk betrieben. Zahlreiche Döppesbäckerfamilien aus Glimbach holten sich den benötigten Ton von Kirchbarg an der Ostseite des Dorfes. Die beiden letzten Töpfer, die noch die Kunst der Anfertigung farbig verzierter Schüsseln, Krüge, u.ä. beherrschten, waren Heinrich Finken und Wilhelm Kniepen, die 1950 bzw. 1942 verstarben.

Der letzte Döppesbäcker von Glimbach war Wilhelm Finken (1919-1998), in dessen Betrieb allerdings Blumentöpfe maschinell hergestellt wurden.

Auszug aus dem Bildband

Bildband Linnich mit seinen Ortschaften
Jungfeuerwehrleute aus Glimbach bei einer Übung

Die Löschgruppe Glimbach...

...der Freiwillligen Feuerwehr Linnich feierte im Jahre 2001 ihr 100jähriges Bestehen.

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