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Linnich aus Richtung Lindern

Theaterfahrten



Seit vielen Jahren werden durch die Verwaltung Fahrten zum Stadttheater Mönchengladbach-Rheydt organisiert. In der Regel werden je Spielzeit 6 bis 10 Veranstaltungen aus den Bereichen Musiktheater, Ballett und Schauspiel angeboten. Viele Bürgerinnen und Bürger nehmen regelmäßig die Gelegenheit zu einem Theaterbesuch wahr.

Wir fahren mit modernen Reisebussen der Fa. Koof, Linnich. Die Abfahrzeiten werden bei Übersendung der Theaterkarten mitgeteilt. Der Preis beträgt je Person und Veranstaltung 25,-- € einschl. Fahrt (Ausnahme: das Kinderstück kostet 16,-- € Fahrpreis pro Person).

Sollten Sie noch Fragen haben, so rufen Sie uns einfach an!


Spielzeit 2011/2012

Don Carlo - Samstag, 21. Januar 2012

Oper in vier Akten
Text von Joseph Méry und Camille du Locle
(Übersetzung ins Italienische: Achille de Lauzières und Angelo Zanardini)
Musik von Giuseppe Verdi (1813-1901)



Musikalische Leitung: GMD Graham Jackson/Hsiao-Lin Liao
Inszenierung: François De Carpentries
Bühne: Siegfried E. Mayer
Kostüme: Karine Van Hercke
Choreinstudierung: Maria Benyumova/Heinz Klaus
Dramaturgie: Ulrike Aistleitner


- in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln -


Ein hochdramatisches Geflecht aus Liebe, Eifersucht, Hass, Neid und der großen Sehnsucht nach politischer und religiöser Freiheit dominiert den spanischen Hof. Der junge Thronfolger Carlo liebt Elisabeth und hasst seinen Vater Philipp II., der Elisabeth aus politischen Gründen selbst geheiratet hat, anstatt sie - wie
ursprünglich geplant - dem Sohn zur Frau zu geben. Der für Gedankenfreiheit kämpfende Marquis von Posa und die vor Eifersucht rasende Prinzessin Eboli ergänzen das Karussell der Charaktere. Einzig Karl V., Carlos Großvater, steht über allen verhandelten menschlichen Subjektivitäten. Aber: Existiert er tatsächlich oder ist es sein Geist, der Don Carlo vor dem Zugriff der Inquisition rettet?

Anders als Friedrich Schillers Drama Don Karlos aus dem Jahr 1787 konzentriert sich Giuseppe Verdis Oper Don Carlo auf die Seelenzustände der Protagonisten und arbeitet die unheilvolle Verquickung zwischen Politischem und Privatem heraus. Der antiklerikale Verdi führt in diesem Spätwerk seine privatesten Gedanken bezüglich einer Utopie von einem humanistisch geprägten Universalreich vor. Die dramatischen Arien der erregten Protagonisten und das berühmte Autodafé machen aus Verdis wohl dunkelster Oper ein musikalisches Kaleidoskop der großen menschlichen Gefühle.


Die Fledermaus - Samstag, 31. März 2012

Operette in drei Akten
Musik von Johann Strauß (Sohn) (1825-1899)
Text von Richard Genée



Musikalische Leitung: Andreas Fellner
Inszenierung: Reinhardt Friese
Bühne: Günter Hellweg
Kostüme: Annette Mahlendorf
Choreografie: Robert North
Choreinstudierung: Maria Benyumova
Dramaturgie: Andreas Wendholz


Zu welchen Irrungen und Verwirrungen eine Maskierung führen kann, vor allem, wenn diese als gewitztes Rachespiel geplant ist, zeigt Johann Strauß' Operette Die Fledermaus: Der exzentrische Prinz Orlofsky gibt eines seiner Soupés, bei denen man unter keinen Umständen fehlen darf. Daher freut sich besonders Adele, die Kammerzofe im Hause Eisenstein, über eine Einladung zum Ball. Der Hausherr selbst soll am Abend eine Gefängnisstrafe wegen eines unrühmlichen Handgemenges antreten. Und so gibt seine Gattin Rosalinde ihrer Angestellten frei, um Alfred, den Gesangslehrer, zu einem Stelldichein empfangen zu können. Doch dank einer Verwechslung wird eben dieser anstelle von Eisenstein inhaftiert, welcher unterdessen mit seinem Freund Dr. Falke heimlich und unter falschem Namen beim Prinzen eintrifft. Rosalinde nun möchte ihrerseits den Abend nicht allein verbringen und folgt daher dem Rat Dr. Falkes, sich selbst - natürlich in entsprechender Maskierung - auch auf Orlofskys Fest zu amüsieren. Damit nimmt Dr. Falkes Plan, seinem Freund Eisenstein einen Denkzettel für einen vergangenen Streich zu verpassen, endlich Gestalt an ?

Seit ihrer Uraufführung im Jahre 1874 erfreut sich Die Fledermaus ungebrochener Beliebtheit und wird weltweit als die Wiener Operette schlechthin angesehen: nicht zuletzt aufgrund der glücklichen Konstellation eines Librettos, das mit spritzigem Humor die Doppelmoral der großbürgerlichen Gesellschaft nachzeichnet, einer kongenialen Umsetzung der gewitzten Charaktere in Musik - durch eingängige Melodien im Polka-, Csárdás- und Walzertakt, sowie einer ironischen Unterbauung des traditionellen Opernmusters durch den Wiener Walzerkönig Strauß.


Romeo und Julia - Samstag, 21. April 2012

Ballett von Robert North nach William Shakespeare
Musik von Sergej Prokofjew (1891-1953)



Musikalische Leitung: GMD Graham Jackson
Choreografie: Robert North
Choreografie-Assistenz: Sheri Cook
Bühne und Kostüme: Andrew Storer
Dramaturgie: Regina Härtling


Blühende Jugend und bitterer Tod: Die Tragödie um Romeo und Julia von William Shakespeare gehört zu den berühmtesten Liebesgeschichten der Weltliteratur. Dabei griff ihr Autor für das um 1596 entstandene Stück auf noch ältere Quellen des Stoffes zurück.

Eine der bekanntesten Adaptionen ist der Ballettklassiker des russischen Komponisten Sergej Prokofjew: Das Werk entstand 1936, als Prokofjew - der seine Heimat nach der Oktoberrevolution verlassen und ein unstetes Wanderleben zwischen der westlichen Welt und der stalinistischen Sowjetunion geführt hatte - nach Moskau zurückkehrte. Die erste Aufführung in der Sowjetunion fand am 11. Januar 1940 in Leningrad mit Galina Ulanowa statt, ein gutes Jahr nach der Uraufführung am 30. Dezember 1938 in Brno in der damaligen Tschecheslowakei.

Im Hinblick auf die stilistische Vielfalt, den Einfallsreichtum und die kompositorische Meisterlichkeit ist Romeo und Julia zweifellos ein Schlüsselwerk Sergej Prokofjews, mit dem er die russische Balletttradition fortsetzte und weiterentwickelte: Klassische Strukturen und moderne Tonalität, rhythmisch-motorische Finessen, leitmotivisch eingesetzte Themen, herbe Lyrik und dramatische Kraft, ja sogar groteske Elemente verschmelzen zu einer unverkennbaren Klangsprache, die die Figuren und ihre Beziehungen zueinander facettenreich und psychologisch genau charakterisiert.

Robert North und Andrew Storer blicken mit ihrer Konzeption in die Zeit vor Shakespeare zurück: Sie nähern sich der ursprünglichen Legende, indem sie sich optisch von den Werken berühmter Künstler der Renaissance wie Giotto, Simone Martini, Ghirlandaio und Filippo Lippi inspirieren ließen und die intime Liebesgeschichte in den Mittelpunkt stellen.

In der Choreografie von Robert North wird die Ballett-Compagnie die ergreifende und zugleich mahnend-anklagende Tragödie tänzerisch mit Leben erfüllen, während die Niederrheinischen Sinfoniker Prokofjews brillante Partitur virtuos erklingen lassen


Faust 1 & 2 - Freitag, 26. Mai 2012

(Der Tragödie erster und zweiter Teil)

von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)


Inszenierung: Matthias Gehrt
Bühne: Gabriele Trinczek
Kostüme: Claudia Caséra
Video: Ali Samadi Ahadi
Choreografie: Sven Grützmacher
Dramaturgie: Ulrike Brambeer


Der Gelehrte Faust ist verzweifelt. Trotz all seiner Studien ist es ihm unmöglich, den Sinn des Seins in letzter Konsequenz zu erfassen. Prompt erscheint Fausts teuflisches Alter-Ego Mephisto auf der Bildfläche, bietet ihm einen Ausweg aus seiner Not und nimmt ihn - verjüngt - mit auf eine Reise: Zunächst trifft Faust auf die "kleine Welt" der unschuldigen Margarethe, deren Liebe er unbedingt gewinnen will. Mit Mephistos Hilfe gelingt ihm dies auch. Doch leider hat Fausts Engagement für Gretchens Mutter, ihren Bruder, ihr Kind und Gretchen selbst tödliche Folgen.

Nahezu unbeschadet setzen Faust und Mephisto ihre Expedition in der "großen Welt" fort und retten ein marodes Kaiserreich durch die Erfindung des Papiergeldes scheinbar vor dem Ruin. Doch während Faust sich in einem Traum von der weit entrückten Welt der Antike verliert, stürzt der kaiserliche Staat schon bald durch hemmungslose Geldvermehrung in Inflation und Chaos. Da hilft nur noch Wirtschaftsankurbelung durch brutale Kriegsführung.
Für den erfolgreichen Militärschlag wird Faust mit Land belohnt, geht aber im Zuge seiner ausufernden Kolonisierung als skrupelloser, wenngleich wirtschaftlich überaus erfolgreicher 'Global Player' erneut über Leichen.

Das Theater Krefeld und Mönchengladbach zeigt das zweiteilige Mammutwerk Faust, das Goethe bereits als junger Mann begann und erst als 81-Jähriger vollendete. Trotz der stark konzentrierten Fassung werden an einem Theaterabend alle wesentlichen Stationen des Dramas durchlaufen, in dessen Zentrum immer Faust und sein Schatten Mephisto stehen. Ihre Haltungen und Handlungen lassen die Folgen von Globalisierung, Macht- und Gewinnstreben in Zeiten moderner Gott- und Rastlosigkeit deutlich werden.


Bunbury - Freitag, 22. Juni 2012

(The Importance of Being Earnest)

Komödie von Oscar Wilde (1854-1900)


Regie: Thirza Bruncken
Bühne und Kostüme: Robert Ebeling
Dramaturgie: Ulrike Brambeer


Was macht der junge Herr von Welt, wenn er seinem Alltag entfliehen will? Er "bunburysiert". Und das geht so: Der auf dem Land lebende Jack erfindet sich einen Bruder namens Ernst, um den er sich ab und an in London kümmern muss; sein Londoner Freund Algernon wiederum benutzt einen fiktiven Kumpel namens Bunbury, um von Zeit zu Zeit der Stadt zu entfliehen. Das könnte prächtig funktionieren, wenn da nicht die Frauen wären.
Jack möchte nämlich Algernons Cousine Gwendolen ehelichen, der er sich in London als sein eigener Bruder Ernst vorgestellt hat. Algernon dagegen verliebt sich im ländlichen Hertfortshire in Jacks Mündel Cecily, die ihn ebenfalls für Jacks Bruder Ernst hält. Schlimm genug, dass Gwendolens adlige Mutter Ernst alias Jack ob seiner ungeklärten Herkunft als Schwiegersohn indiskutabel findet; schlimm genug auch, dass Gwendolen und Cecily beide darauf bestehen, nur einen Mann mit dem Namen Ernst heiraten zu wollen. Als die Damen jedoch schließlich feststellen müssen, dass sie anscheinend beide mit demselben Ernst verlobt sind, kommen Jack und Algernon in Teufels Küche ...

The Importance of Being Earnest ist Oscar Wildes letzte und berühmteste Komödie, die 1895 am Londoner St. James' Theatre uraufgeführt wurde. Schon im Titel spiegelt sich die Ironie dieser "trivialen Komödie für ernsthafte Leute": im Wortspiel zwischen "earnest" (aufrichtig, ernsthaft) und dem Namen "Ernest" (Ernst). Außerdem ist hier niemand, wer er scheint bzw. manchmal nicht mal der, für den er sich bislang gehalten hat. Mit brillanter Leichtigkeit spielt Oscar Wilde, der Meister des Bonmot, mit Fassaden und Identitäten, beschreibt genüsslich alles oberflächliche, Seichte und Unehrliche im sozialen Rollenspiel. Ganz nach dem Motto: "Nur die oberflächlichsten Eigenschaften dauern; des Menschen tieferes Wesen ist bald entlarvt."


Heute Abend: Lola Blau

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute Abend: Lola Blau - Freitag, 06. Juli 2012

Musical für eine Schauspielerin von Georg Kreisler (*1922)


Übernahme vom Landestheater Schleswig-Holstein


Musikalische Leitung: Karsten Seefing
Inszenierung: Jürgen Pöckel
Bühne und Kostüme: Martina Lüpke
Dramaturgie: Dietmar Langberg/Ulrike Aistleitner


Wien, 1930er Jahre: Die junge und begabte Lola beginnt ihre Karriere als singende Schauspielerin. Kompromisslos und voller Leidenschaft stürzt sie sich gleichzeitig in ihre Kunst und ins Leben. Doch das bittere Erwachen kommt 1938: Wegen ihrer jüdischen Herkunft muss sie Österreich verlassen. Sie versucht, im Ausland als Künstlerin Fuß zu fassen, und gerät in Amerika in die Mühlen der Unterhaltungsindustrie, wo sie in Bars und Nachtclubs als Sexsymbol gefeiert wird. Die Härte und Unerbittlichkeit des Showgeschäfts drängen sie mehr und mehr in die Einsamkeit, die sie im Alkohol zu ertränken sucht.
Als sie nach dem Krieg in ihre alte Heimat Wien zurückkehrt, sieht sie diese in neuem Licht: Um den Horror des nationalsozialistischen Regimes so schnell wie möglich vergessen zu können, leugnen die Menschen die jüngste Vergangenheit.

Der Musiker, Kabarettist, Komponist und Schriftsteller Georg Kreisler wurde 1922 in Wien geboren. Ebenso wie seine Bühnenfigur Lola Blau flüchtete er während der NS-Diktatur in die Vereinigten Staaten. In New York trat er als Entertainer in Nachtclubs auf und tourte außerdem mit eigenen Liedern durchs Land. Er wurde amerikanischer Staatsbürger und verbrachte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs einige Zeit als Filmkomponist in Hollywood, bevor er 1955 wieder nach Wien zurück kam. Seit seiner Rückkehr nach Europa führt er ein unstetes Leben als "wandernder Jude", wie er sich selbst bezeichnet. Sein autobiografisch gefärbtes Ein-Frau-Musical Heute Abend: Lola Blau aus dem Jahr 1971 unterhält mit schmissiger Musik und gewitzten Texten, während es gleichzeitig nachdenklich stimmt.




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Informationen

 

Sie können die Theaterkarten für alle Veranstaltungen ab sofort bei der Stadtverwaltung reservieren. Eine Stornierung der Reservierung ist bis zu 4 Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung möglich, danach werden die Karten zugeschickt.

 

Kartenreservierung und Information:

Stadtverwaltung Linnich
Fachbereich 1
Frau Eschweiler
Rurdorfer Str. 64
52441 Linnich
Tel. 02462/9908-101
Fax 02462/9908-911
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