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Stadt Linnich

Welz

Welz und Rurdorf zählten seit dem 13. Jahrhundert zum Herzogtum Limburg und zugleich zu den spanischen Niederlanden. Ringsum war Jülicher Gebiet. Mit dem Ende des spanischen Erbfolgekrieges fielen Welz und Rurdorf im Jahre 1713 an die österreichischen Niederlande.

Zur Franzosenzeit gehörte Welz zum Kanton Herzogenrath, Arrondissement Maastricht, Departement Niedermaas. Unter preußischer Herrschaft gehörte Welz zur Rheinprovinz.

Welz und Rurdorf bildeten im späteren Kreis Jülich gemeinsam eine der 19 Bürgermeistereien, bis sich später Welz von Rurdorf trennte. Im Jahre 1936 wurden die Gemeinden Welz, Ederen, Gereonsweiler und Rurdorf zum Amt Linnich-Land zusammengeschlossen. Nach 1945 wurde dieses dem Amt Linnich zugeordnet. Im Jahre 1969 wurde das Amt Linnich aufgelöst. Seitdem ist Welz Ortschaft der Stadt Linnich.

In Welz findet man eine Brauerei, die im Jahre 1828 gegründet wurde. Die Brauerei und Brennerei befindet sich seit 1906 im Besitz der Familie Rainer.

Von 1957/58 bis in die 1990er Jahre unterhielt das Bundesamt für den Zivilschutz im Bundesgebiet in umfangreichen Bunkeranlagen unterirdisch 10 Warnämter, darunter eines in Welz, das für die Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln zuständig war. Im Kriegsfalle sollte die Bevölkerung mit Sirenen gewarnt und Durchsagen an Behörden und Industrieunternehmen weitergeleitet werden.  Heute ist in den Räumen des früheren Warnamtes eine Asylunterkunft untergebracht.