Boslar

Boslar gilt als eine der ältesten Ortschaften in unserer Gegend und soll aus einem römischen Lager entstanden sein.

 

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 867. Dort wird das Dorf „Villa Buslare“ genannt. 1334 hieß es Buesselaer, 1490 Boesler, im 16. Jahrhundert Bosseler.

Der Ort gehörte vor 1200 den Herzögen von Limburg, 1334 kam er an die Herren von Montjoie, die es an die Herren von Randerath verpfändeten. Nachdem Boslar durch Heirat an Robert von Virneburg gekommen war, ging es wie Linnich 1392 durch Kauf an Jülich über.

 

Das Amt Boslar teilte die Geschichte des Herzogtums Jülich, seinen Aufschwung und auch seinen Verfall. 1609 starb Herzog Johann Wilhelm ohne Nachkommen, und es entstand ein Erbfolgestreit. 1666 fiel das Herzogtum an Pfalz/Neuburg und wurde später zum Kurfürstentum erhoben. Im 30jährigen Krieg waren es abwechselnd Holländer, Franzosen, Schweden, Spanier und Deutsche, die unvorstellbares Elend über die Gegend und auch über den Ort Boslar brachten. 1792 drangen die Franzosen in das Herzogtum Jülich ein. Von 1794 an galt die französische Verfassung. Bis zu diesem Zeitpunkt war Boslar Sitz einer Amtsverwaltung gewesen, es hatte einen Vogt und ein Gericht, wozu Hompesch, Müntz, Hottorf und Gevenich gehörten. Nun verlor Boslar seine Stellung und seinen Rang. Mit vielen anderen Ortschaften wurde es dem Kanton Titz zugeteilt, später dem Kanton Jülich. Nach den Freiheitskriegen fiel das Jülicher Land an Preußen.

 

Der erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 und der zweite Weltkrieg von 1939 bis 1945 gingen auch an Boslar nicht spurlos vorüber. Viele Tote und Vermisste waren zu beklagen.

Die Gemeinde Boslar gehörte bis zum Ende des zweiten Weltkrieges zum Amt Körrenzig. Nach 1945 wurde dieses mit der Stadt Linnich und dem Amt Linnich-Land zum Amt Linnich zusammengefasst. Im Jahre 1969 wurde das Amt Linnich aufgelöst. Seitdem ist Boslar Ortschaft der neuen Stadt Linnich.

Als Gründungsjahr für die Pfarre nimmt man 863 an. Zum Pfarrsprengel von Boslar gehörten ursprünglich Hompesch, Hottorf, Kofferen und Gevenich. Die Kirche zeigt in ihrem Äußeren drei wesentlich verschiedene Teile. Der Turm stammt aus dem Jahre 1750, das Schiff aus dem 13. Jahrhundert, und der Chor ist 1873/74 erbaut worden. Die Kirche wurde im 2. Weltkrieg schwer beschädigt und in liebevoller Kleinarbeit wieder aufgebaut. Ein Besuch der Pfarrkirche St. Gereon ist sehr zu empfehlen. Man findet dort zahlreiche Kostbarkeiten, darunter einen flandrischen Schnitzaltar aus dem 16. Jahrhundert.

 

Seit 1969 ist Boslar Ortsteil der Stadt Linnich.

Spielschiff auf dem Spielplatz Boslar

Für Kinder gibt es in Boslar eine besondere Attraktion, ein Spielschiff, das der Verein für Kinder im Mittelpunkt Boslars "KiMBo e.V." auf dem städtischen Spielplatz errichtet hat. Wer eine zünftige Grillparty feiern möchte, der ist in Boslar ebenfalls an der richtigen Adresse: die Karnevalsgesellschaft "Alle Mann" stellt auf Anfrage ihren am Sportplatz gelegenen Grillplatz gegen ein geringes Entgelt zur Verfügung (Tel. 02462/2690).

Auszug aus dem Bildband

Das Foto zeigt die St. Sebsastianus Schützenbruderschaft Boslar-Hompesch anlässlich des Vereinsjubiläums 1997

St. Sebastianus Schützenbruderschaft Boslar-Hompesch 1427 e.V.

Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Boslar-Hompesch 1427 e.V. ist hierzulande eine der ältesten Bruderschaften.

Höhepunkte im Jahresablauf der Bruderschaft sind der St. Sebastianustag, das Fronleichnamsfest und der Tag des Königsvogelschusses. Als kultureller und gesellschaftlicher Mittelpunkt der Ortschaft dient dabei das Schützenhaus, in dem seit 1994 das Schützenfest und viele Vereins- und private Feste gefeiert werden.

Gereonstraße

Unser Dorf soll schöner werden

Die Ortschaft Boslar hat im Kreiswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" bereits mehrere Male einen beachtlichen Preis errungen. Dies hat viele Gründe. Nicht nur am Ortsausgang in Richtung Erzelbach findet man schöne alte und neue Häuser, von den Bewohnern reichlich mit bunten Blumen geschmückt. Übrigens: Der Wettbewerb heißt jetzt: Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

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